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Lage

Augsburg ist eine kreisfreie Großstadt im Südwesten Bayerns. Die Stadt ist Sitz der Regierung von Schwaben sowie Sitz des Bezirks Schwaben und des Landratsamtes Augsburg. 1906 wurde Augsburg zur Großstadt und ist heute mit über 262.000 Einwohnern nach München und Nürnberg die drittgrößte Stadt in Bayern.

Augsburg liegt an den Flüssen Lech und Wertach. Der älteste Teil der Stadt sowie die südlichen Viertel liegen auf dem nördlichen Ausläufer einer Hochterrasse, die zwischen dem steilen Hügelrand von Friedberg im Osten und den hohen Riedeln des westlichen Hügelrandes entstanden ist.

Im Süden erstreckt sich das Lechfeld, eine nacheiszeitliche Schotterebene zwischen den beiden großen Flüssen Lech und Wertach, in der sich seltene Urlandschaften erhalten konnten. Der Augsburger Stadtwald und die Lechtalheiden zählen heute zu den artenreichsten mitteleuropäischen Lebensräumen.

An Augsburg grenzt der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder, ein großes Waldgebiet. Daneben ist aber auch das Stadtgebiet selbst stark begrünt, weshalb die Fuggerstadt 1997 den europaweiten Preis als „Grünste und lebenswerteste Stadt“ erhielt. Die Stadt ist der größte kommunale Waldbesitzer in Bayern und der drittgrößte in ganz Deutschland.

Gewässer
Augsburg ist eine Dreiflüssestadt: Der Lech ist das größte fließende Gewässer und wird durch den Zufluss der Wertach, die nördlich des Landschaftsschutzgebietes Wolfzahnau einmündet, verbreitert. Der dritte Augsburger Fluss, die Singold, entspringt im Ostallgäu und mündet in der Stadt in das weit verzweigte künstliche Bach- und Kanalsystem. Die unzähligen Kanäle – die meisten von ihnen fließen durch das Lechviertel in der Altstadt – machen Augsburg zu einer Stadt der Brücken: Mit insgesamt 500 Brückenbauwerken übertrifft sie sogar Venedig.

Fluss Flusslänge im Stadtgebiet
Lech 19,9 km
Wertach 13,1 km
Singold 6,2 km
29 Lechkanäle 77,7 km
4 Wertachkanäle 11,6 km
19 Bäche 45,6 km
Länge insgesamt 174,1 km

Der Fabrikkanal, in den die Singold mündet, wird in Göggingen von der Wertach abgeleitet und fließt als Wertachkanal, Holz- bzw. Senkelbach nach Norden und gelangt nach der Ballonfabrik Augsburg zurück in die Wertach.

Am Hochablass werden der Hauptstadtbach und der Neubach vom Lech abgeleitet, die sich nach wenigen hundert Metern wieder vereinigen, um kurz flussabwärts in den nach Norden fließenden Herrenbach (flussabwärts Proviantbach mit seinen Ab- und Zuleitungen Hanreibach und Fichtelbach) und den nach Westen geleiteten Kaufbach zu gabeln. Der Kaufbach wiederum speist den Schäfflerbach und die Stadtgräben und Innenstadtkanäle, die sich nach Norden fließend auf dem Gelände der UPM Kymmene wieder vereinen und als Stadtbach im westlichen Bereich der Wolfzahnau wieder mit dem Proviantbach zusammenfließen, um wenige Meter vor der Wertachmündung in den Lech zu gelangen. Der Mühlbach fließt durch den Stadtteil Pfersee.

In dem Waldgebiet, das der Lech durchfließt, befinden sich der Kuhsee als regionaler Freizeitmagnet und der kleinere Stempflesee. Der Brunnenbach, der Reichskanal und der Lochbach (ein Lechkanal) durchströmen den Stadtwald. Dabei verzweigen sie sich in weitere kleine Bäche, um sich kurz vor der Innenstadt wieder zu vereinen.

Natur
Augsburg gehört nach den großflächigen Eingemeindungen der 1970er Jahre mit ungefähr einem Drittel an Grün- und Waldfläche zu den grünsten Großstädten in Deutschland.

Der Augsburger Stadtwald – mit einer Fläche von etwa 21,5 km⊃2; der größte bayerische Auwald – bildet eine geschlossene Waldfläche im Augsburger Südosten. Das Gebiet besitzt einen hohen regionalen Stellenwert für den Naturschutz sowie als Naherholungs- und Freizeitgebiet.

Der Südwesten der Stadt wird von Teilen des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder bedeckt. Dieser insgesamt 1.175 km⊃2; große Naturpark ist der einzige seiner Art in ganz Bayerisch Schwaben. Begrenzt wird er im Norden von der Donau, im Osten von den Abhängen zur Wertach und Schmutter und im Westen von der Mindel. Im Süden dringt er bis an den Rand des Unterallgäus vor.

Nachbargemeinden
Augsburg wird im Osten vom Landkreis Aichach-Friedberg, im Westen vom gleichnamigen Landkreis Augsburg umgeben. Bedingt durch das in Nord-Süd-Richtung sehr langgestreckte Stadtgebiet grenzen sehr viele Städte und Gemeinden an Augsburger Flur.

Die Agglomeration bilden dabei im Osten beginnend und dem Uhrzeigersinn folgend Friedberg (Landkreis Aichach-Friedberg), Königsbrunn, Stadtbergen, Neusäß und Gersthofen (alle Landkreis Augsburg), die allesamt mit ihrem Siedlungskern direkt an die bebaute Fläche Augsburgs angrenzen.

Daneben grenzen noch die Gemeinden Rehling, Affing, Kissing, Mering und Merching (alle Landkreis Aichach-Friedberg) sowie Bobingen, Gessertshausen und Diedorf (alle Landkreis Augsburg) an die Stadt, wenn man die Aufzählung im Norden beginnt und wiederum dem Uhrzeigersinn folgt.

Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Augsburg besteht seit 1938 offiziell aus 41 Stadtbezirken, die zusammengefasst 17 Planungsräume bilden. Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 147 km⊃2;, somit steht sie flächenmäßig auf Platz 39 der deutschen Großstädte (siehe hierzu: Liste der Großstädte in Deutschland).

Bei den Stadtteilen handelt es sich teilweise um ehemals selbstständige Gemeinden, die im Laufe diverser Gebietsreformen nach Augsburg eingegliedert wurden, teilweise aber auch um neue Stadtteile, die als Wohngebiete gegründet wurden. Einige Stadtteile haben darüber hinaus räumlich getrennte Siedlungen (Wohnplätze) mit eigenem Namen.

Einige Viertel sind als geographischer Name ein Begriff, tauchen aber in der Bezeichnung der Stadtbezirke nicht auf. So ist die Augsburger Altstadt Teil der heutigen Innenstadt, während das Textilviertel teilweise in Spickel-Herrenbach, teilweise in der Innenstadt liegt und so ebenfalls nicht bei den Stadtbezirken Erwähnung findet.

Die ehemaligen Kasernen- und Wohngebiete der US-amerikanischen Armee (siehe hierzu US-Garnison Augsburg), darunter die Reese-Kaserne, haben nach dem Abzug der letzten amerikanischen Truppen 1998 ihre von diesen vergebenen Namen behalten. Im Einzelnen sind dies Centerville, Cramerton, Reese, Sheridan, Sullivan Heights und Supply-Center.

Bilder Augsburg

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Geschichte

Perlachplatz (1550)

Antike
Als Gründungsjahr Augsburgs gilt 15 v. Chr., da in diesem Jahr auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Oberhausen ein Legionslager, das später auch als Nachschubdepot diente, errichtet wurde. Kaiser Augustus hatte seinen beiden Stiefsöhnen Drusus und Tiberius den Auftrag dazu erteilt. Diesem Gründungsdatum zufolge würde das bedeuten, dass Augsburg nach Trier die zweitälteste Stadt Deutschlands ist. Gesichert ist dagegen, dass sie nach Augusta Treverorum eine der größten römischen Siedlungen nördlich der Alpen war.

Um das vor der Zeitenwende entstandene Lager bildete sich im ersten Jahrhundert die Siedlung Augusta Vindelicorum (siehe Namensherkunft), der Kaiser Hadrian im Jahr 121 n. Chr. das römische Stadtrecht verlieh. Augsburg war ab etwa 95 n. Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis nach Oberitalien erstreckte. Es ist unbekannt, wann genau Augsburg Provinzhauptstadt wurde; ein archäologischer Befund deutet aber darauf hin, dass Kempten im Allgäu (Cambodunum) noch bis ins späte 1. Jahrhundert n. Chr. diese Funktion hatte.

Neuen Forschungen zufolge wurde der Neckar-Odenwald-Limes erst im Jahre 98 n. Chr. unter Kaiser Trajan angelegt, zeitgleich mit dem für dieses Jahr gesicherten Bau der römischen Fernstraße von Mainz über Bad Cannstatt nach Augsburg. Ein Zusammenhang dieser beiden strategischen Bauprojekte mit der Verlegung der Hauptstadt der Provinz Rätien von Kempten nach Augsburg liegt nahe, ist aber bisher nicht positiv belegt (vergleiche hierzu: Kinzigtalstraße).

Nach der Teilung der römischen Provinz Raetia im Jahr 294 n. Chr. wurde Augsburg Hauptstadt der Provinz Raetia Secunda, in die nach dem Ende der römischen Herrschaft um 450 n. Chr. ab dem 5. Jahrhundert die Alemannen einfielen. Dass die Siedlung dabei aber nicht zerstört wurde, sondern weiterhin Bestand hatte, ergibt sich aus der Erwähnung von Wallfahrten zum Grab der Heiligen Afra in der von Venantius Fortunatus (nach 600 in Poitiers gestorben) im Jahr 565 veröffentlichten metrischen Vita sancti Martini (MGH auct. ant. IV 1/2), Vers 642.

Schon in der Spätantike wurde Augsburg Sitz eines Bischofs. So sind aus der Zeit um 300 Überlieferungen über einen Bischof Narzissus erhalten geblieben. Auch das Martyrium einer der Stadtheiligen, Afra von Augsburg, fällt in etwa in diese Zeit.

Mittelalter
Augsburg errang im Mittelalter nach mehreren Jahrhunderten ohne nennenswerte Ereignisse wieder wachsende Bedeutung, als Kaiser Otto I. mit Hilfe des Bischofs Ulrich von Augsburg die westwärts strebenden Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld südlich der Stadt besiegte.

Im Jahr 1156 erhielt Augsburg durch Kaiser Friedrich Barbarossa das Stadtrecht verliehen, das knapp hundert Jahre später 1251 durch das Recht auf Führung eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger erweitert wurde. Den Höhepunkt dieser Entwicklungen bildete die Reichsfreiheit (mit dem Titel einer Freien Reichsstadt), die 1276 von König Rudolf von Habsburg verliehen wurde. Die nun ausgeweitete Selbstständigkeit Augsburgs führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Hochstift als weltlichem Herrschaftsbereich des Fürstbischofs, die ihren Höhepunkt in der Verlagerung der bischöflichen Hauptresidenz nach Dillingen an der Donau fanden.

In der Folge übernahmen mehr und mehr Patrizierfamilien die Herrschaft über die Stadt, was jedoch nicht immer problemlos ablief: So gab es 1368 einen Aufstand der städtischen Handwerker, welcher zur Einführung einer Zunftverfassung führte. Elf Jahre später trat Augsburg dem Schwäbischen Städtebund bei, der 1388 wieder zerfiel.

In Folge der Zunftverfassung und der damit verbundenen Regulierung aller handwerklichen Tätigkeiten wuchs die Macht der Zünfte stetig an, so dass sie bis 1547 an der Stadtregierung beteiligt waren. Schon sieben Jahre zuvor – 1540 – war die Augsburger Börse gegründet worden.

Neuzeit
Den Höhepunkt dieser Periode stellt die Diktatur des Ulrich Schwarz dar, der das Bürgermeisteramt 1469 mit großen politischen Visionen übernommen hatte. Anfangs gelang es ihm unter anderem, den bis dato unterrepräsentierten niederen Zünften Mitsprache im Stadtregiment einzuräumen und Augsburg aus der Schuldenfalle zu befreien. Als sich ihm das Patriziat jedoch entgegenstellte, griff er zu brutalen Mitteln und ließ an den Patrizierbrüdern Vittel die Todesstrafe vollführen, was zu seinem eigenen Sturz und seiner Hinrichtung 1478 führte.

Nach dem endgültigen Niedergang der Zunftherrschaft im Jahre 1547 entwickelte sich Augsburg vom Beginn der Neuzeit bis zum Ende der Renaissance zu einem der bedeutendsten Handels- und Wirtschaftszentren der Welt, was vor allem auf den Einfluss der Kaufmannsfamilien Fugger und Welser zurückgeht.

Reformationszeit
Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der evangelischen Minderheit beim Reichstag zu Speyer, beteiligte sich aber nicht an der Protestation. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens, die auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 mit dem Augsburger Bekenntnis von Philipp Melanchthon formuliert wurde. Die Confessio Augustana stellt die Bekenntnis- und Gründungsurkunde der Lutherischen Kirche dar.

In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 eine bedeutende Täufergemeinde, die vor allem durch die Augsburger Märtyrersynode 20. bis 24. August 1527, eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Täuferkreise, Bekanntheit erlangte. Die meisten der Synodalen starben später als Märtyrer für ihre Überzeugungen.

Am 22. Juli 1534 beschloss der Große Rat der Stadt, dass nur von ihm „installierte“ Prädikanten in der Stadt predigen durften. Der katholische Gottesdienst wurde auf die acht Kirchen der Stifte eingeschränkt. Kleinere Kirchen und Klosterkirchen wurden geschlossen. Mit diesem Religionsmandat nahm der Rat formal die Kirchenhoheit der Stadt in Anspruch.
Perlachplatz (1550)
Perlachplatz (1550)

Im Jahr 1548 veranlasste Kaiser Karl V. eine neue patrizische Stadtverfassung und erließ das Augsburger Interim. Mit der neuen Stadtverfassung führte die Stadt ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem ein (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten, – siehe Paritätische Reichsstadt). Der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden 1555 beruhigte auch in der Stadt das Zusammenleben der Bürger. 29 Jahre später – 1584 – wurde in Augsburg der Gregorianische Kalender eingeführt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Fuggerstadt am 20. April 1632 von der schwedischen Armee eingenommen. An diese Zeit erinnert der Schwedenturm mit dem Standbild des Stoinerner Mo sowie die Schwedenstiege, die beide Teile der Augsburger Befestigungsanlage waren.

18. Jahrhundert
Im 18. Jahrhundert erlebte die Instrumentenmacherkunst in Augsburg eine neue Blüte. Sie ist eng mit dem Namen Georg Friedrich Branders (1713–1783) verbunden, dessen Erzeugnisse in ganz Europa Anklang fanden. Am 13. Dezember 1703 wurde Augsburg im Spanischen Erbfolgekrieg durch bayerische Truppen unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel besetzt, die es 1704 allerdings wieder räumen mussten.

1784/1785 kam es zu Weberunruhen, die schließlich am 29. Januar 1794 im Weberaufstand gipfelten. Den Hintergrund des Streites bildete die aufkommende Textilindustrie mit ihren Kattunmanufakturen, welche das Weberhandwerk bedrohten. So hatte Johann Heinrich Schüle 1771 mit der Schüleschen Kattunfabrik in Augsburg die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent errichtet.

Moderne
Durch den Friedensvertrag von Pressburg (26. Dezember 1805) verlor Augsburg, das bereits am 21. Dezember von bayerischen Truppen besetzt worden war, die Reichsfreiheit und fiel an Bayern. Bis dahin war es von sieben Patrizierfamilien beherrscht worden. Ab 1809 erhielt die Stadt einen eigenen Polizeidirektor und unterstand direkt der Kreisverwaltung. Später bezeichnete man solche Städte als „kreisfrei“.

1862 entstand das Bezirksamt Augsburg, aus dem später der Landkreis Augsburg hervorging. Dieser wurde bei der Kreisreform 1972 mit dem ehemaligen Landkreis Schwabmünchen, einem Teil des ehemaligen Landkreises Wertingen und einigen Orten der Landkreise Donauwörth und Neuburg an der Donau vereinigt. Seine heutige Ausdehnung erhielt der Landkreis Augsburg mit der Ausgliederung der Gemeinde Baar (Schwaben) zum Landkreis Aichach-Friedberg im Jahr 1994. Augsburg blieb Sitz des Landkreises, die Stadt selbst war stets kreisfrei.

Im 19. Jahrhundert erlangte Augsburg noch einmal Bedeutung als Zentrum der Textilindustrie und des Maschinenbaus (bedeutendstes Unternehmen hierbei ist die heute nur noch mit dem Kürzel MAN bekannte Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg). So hatte zum Beispiel die Messerschmitt AG seit 1927 hier ihren Hauptsitz. Mit der Allgemeinen Zeitung von Johann Friedrich Cotta erschien in Augsburg außerdem die bedeutendste deutsche Tageszeitung dieser Zeit.

Zum Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts machte sich der technische Fortschritt auch in der Fuggerstadt bemerkbar: Nachdem 1881 bereits Pferdebahnen auf Schienen eingeführt worden waren, ging 1898 die elektrische Straßenbahn in Betrieb. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges erhielt die Stadt 1917 auch elektrisches Licht (bis dahin war die gesamte Beleuchtung durch Gaslaternen gesichert worden).

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP in Augsburg 32,3 % der Stimmen. Mit Beginn der „Nationalen Revolution in Bayern“ am 9. März begann der Terror gegen politische Gegner auch in Augsburg. Ende März 1933 wurde der 1929 gewählte Stadtrat aufgelöst und anhand der Ergebnisse der Reichstagswahl vom 5. März neu besetzt, jedoch ohne die Stadträte der KPD. Im Mai verließ die SPD, die schon vorher von fast allen städtischen Ausschüssen ausgeschlossen war, auf Druck der Nationalsozialisten den Stadtrat, am 5. Juli folgte die BVP. Die Abgeordneten der DNVP schlossen sich der Fraktion der NSDAP an.

In der Stadtratssitzung vom 28. April wurde der 2. Bürgermeister der SPD, Ackermann, formell pensioniert und Joseph Mayr (NSDAP), der das Amt schon vorher kommissarisch geführt hatte, zum neuen 2. Bürgermeister gewählt. Am 31. Juli schließlich wurde der Oberbürgermeister Dr. Otto Bohl (BVP) entlassen und auf der Stadtratssitzung am 3. August durch Dr. Edmund Stoeckle (NSDAP) ersetzt. Die Machtübernahme in der Stadt war damit abgeschlossen.

Schon am 9. März wurden kommunistische Funktionäre in „Schutzhaft“ genommen. Richteten sich die Verhaftungen zunächst gegen Kommunisten und Sozialdemokraten, gerieten schnell auch Juden und andere missliebige Personen, wie auch Abgeordnete der BVP, in Haft. Auch der Brand der Sängerhalle (im heutigen Wittelsbacherpark) am 30. April 1934 war Anlass einer Verhaftungswelle.

Mit der Neugliederung des Reiches 1933 wurde Bayern in sechs Gaue eingeteilt. Augsburg wurde Hauptstadt des Gaues Schwaben.

Am Morgen des 10. November 1938 brannte die 1917 erbaute Synagoge an der Halderstraße, in der Folge wurden jüdische Geschäfte und Privatwohnungen verwüstet. Neben vielen anderen Widerstandskämpfern wie Bebo Wager wurde auch der SPD-Landtagsabgeordnete Clemens Högg während der NS-Zeit ermordet.

Augsburg erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden, da die Stadt mit Produktionsstätten wichtiger Rüstungsunternehmen (unter anderem Messerschmitt AG und MAN) auch ein wichtiges militärisches Ziel alliierter Bomberverbände war. Bei einem verheerenden Bombenangriff der Britischen Luftwaffe in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 wurden große Teile der Augsburger Innenstadt zerstört. Bilanz des Bombardements mit 300.000 Brandbomben: 730 Tote und über 1.300 Verletzte. Danach verließ fast die Hälfte der Bevölkerung die Stadt.

Am 28. April 1945 rückten Einheiten der 7. US-Armee ohne Widerstand in Augsburg ein und errichteten hier einen Stützpunkt mit mehreren Kasernen, der erst 1998 durch den Abzug der letzten Truppen vollständig aufgegeben wurde.

Bundesrepublik Deutschland
Die Altstadt mit ihren bedeutenden Bauten wurde nach Kriegsende größtenteils wieder aufgebaut, wobei einige Arbeiten bis in die heutige Zeit andauern. So konnte die Renovierung des 1985 anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt eröffneten Goldenen Saals erst 1996 abgeschlossen werden. Als Hauptstadt des Regierungsbezirks Schwaben fügte sich Augsburg in das politische System der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern ein.

Durch den Bau des Rosenaustadions errang die Stadt in der Nachkriegszeit große Bedeutung für unzählige sportliche Veranstaltungen, unter anderem Leichtathletik-Ländervergleiche. Den Höhepunkt dieser Ereignisse bildeten die Kanu- und Kajak-Wettbewerbe sowie einige Basketball-, Fußball- und Handball-Vorrundenspiele der Olympischen Spiele 1972, die in Augsburg ausgetragen wurden.

Schon zwei Jahre zuvor wurde die Universität als Nachfolger mehrerer anderer Hochschulen gegründet und nahm mit dem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fachbereich ihre Arbeit auf. Durch die Einrichtung weiterer Fakultäten und den Bau eines Campus ab 1974 wuchs ihre Bedeutung stetig an, so dass dort heute etwa 14.500 Studenten eingeschrieben sind.

Nachdem das städtische Gesundheitswesen über viele Jahrhunderte sehr dezentral und uneinheitlich organisiert gewesen war, markierte die Einweihung des Zentralklinikums, das mittlerweile „Klinikum Augsburg“ heißt, im Jahr 1982 eine bedeutende Wende: Seitdem werden alle Notfälle und Operationen zentral in einem Krankenhaus behandelt; die kleineren Kliniken haben sich derweil spezialisiert (siehe Gesundheitswesen in Augsburg).

Eine schwere Naturkatastrophe erlebte die Stadt mit dem Pfingsthochwasser 1999, als Lech und Wertach nach tagelangen Niederschlägen und der zugleich eintretenden Schneeschmelze in den Alpen über die Ufer traten. Als schließlich ein Stauwehr einbrach, wurden ganze Stadtteile überschwemmt, wodurch ein Millionenschaden entstand.

In der jüngsten Zeit wurde Augsburg mehrmals durch Insolvenzen bedeutender Firmen von schweren Krisen geschüttelt und besitzt heute eine über dem bayerischen Durchschnitt liegende Arbeitslosigkeit. Daneben sorgten verschiedene Rückschläge wie die fehlgeschlagene Erweiterung des Flugplatzes zu einem großen Regionalflughafen oder die gescheiterte Ansiedlung eines BMW-Werkes für Makel in der Ende des 20. Jahrhunderts eingetretenen positiven Entwicklung der Stadt. Durch verschiedene kulturelle Großveranstaltungen wie das Mozart- oder das Brecht-Jahr hat sich Augsburg in den letzten Jahren weltweite Beachtung verschafft.

Städtische Legenden
Stadtgöttin Cisa
Angeblich war Cisa (dea Ciza) die Stadtgöttin von Augsburg. In Randnotizen des aus dem Stift Ursberg stammenden Excerptum ex Gallica Historia (um 1135) wird ausführlich von der erfolglosen römischen Belagerung der von schwäbischen Stämmen zwischen Lech und Wertach errichteten Stadt Cisaris, dem späteren Augsburg, berichtet. Die Stadt war demnach nach einem Heiligtum der Göttin Cisa benannt. In diesem Text werden auch die Lokalnamen Kriegshaber von einem Griechen Avar, Hafnerberg von einem Militärpräfekt Habeno (auch: Hebeino) und Pfersee von einem Militärtribunen Verres (auch: Verus) abgeleitet (siehe auch: Ableitung des Namens Pfersee).

Der Text aus dem 12. Jahrhundert erweist sich als diffuse Kompilation mit deutlichem Schwerpunkt auf der, für die Sagenforschung nicht ungewöhnlichen, phantasievollen Ausdeutung nicht mehr verstandener, wohl voralemannischer Lokalnamen. In der Diskussion blieb allein die Göttin Cisa, sicherlich deswegen, weil Jacob Grimm in seiner Deutschen Mythologie den „Werth der merkwürdigen Überlieferung“ ausdrücklich betonte.

Ob man an der Stelle des heutigen Kitzenberges bei der Basilika St. Ulrich und Afra eine alemannische Ziuverehrung annehmen kann, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht zu belegen. In Augsburg war zumindest seit dem späten Mittelalter ein provinzialrömisches Medusenhaupt bekannt, das in der heutigen Ulrichskirche eingemauert war und sich heute im Römischen Museum befindet. Eine Darstellung der Cisa ist auf der Wetterfahne des Perlachturms zu sehen; ferner sollen der Legende nach einige Darstellungen auf den Bronzetüren des Domes auf die Göttin hindeuten.

Der Stoinerne Ma
Der „Stoinerne Ma“ („Steinerner Mann“) ist eine überlebensgroße Steinfigur an der östlichen Stadtmauer im Bereich der so genannten „Schwedenstiege”, die in unmittelbarer Nähe der Galluskirche liegt. Sie stellt wohl einen einarmigen Bäcker mit einem Laib Brot und einem Schild dar. Im Bereich der Füße befindet sich ein schneckenförmig gedrehtes Postament.
Der „Stoinerne Ma“ an der östlichen Stadtmauer
Der „Stoinerne Ma“ an der östlichen Stadtmauer

Der Sage nach handelt es sich um den Bäcker "Konrad Hackher”, der während einer langen Belagerung der Stadt aus Sägemehl Brote gebacken und für die Belagerer deutlich sichtbar über die Stadtmauer in den Graben geworfen haben soll. Der Eindruck, in Augsburg gäbe es noch so viel Brot, dass man es über die Mauer werfen könne, soll die Belagerer so demoralisiert haben, dass sie aus Wut nach ihm mit einer Armbrust schossen. Ein Treffer schlug ihm den Arm ab, bald darauf brachen sie die Belagerung ab. Historisch gehört das Ereignis in den Dreißigjährigen Krieg, genauer zur Belagerung Augsburgs während der Jahre 1634/35, als katholische Truppen unter Generalfeldmarschall von Wahl die von den protestantischen Schweden besetzt gehaltene Stadt zurückerobern wollten. Verlässlich belegt ist die Tat des Bäckers freilich nicht.

Fakten jenseits dieser Legende gibt es allerdings: In seinem akribisch recherchierten Beitrag zur 1941 erschienenen Nr. 54 der „Zeitschrift des historischen Vereins für Schwaben“ definiert Eduard Lampart die damals noch an der Hausecke Pulvergässchen/Unterer Graben stehende Figur als Bastelei aus einigen ursprünglich nicht zusammengehörigen Teilen. Es dürfte sich um Funde bei Erdarbeiten in der Stadt handeln, die über Generationen hinweg zum erwähnten Eckhaus gekarrt wurden, weil es bis 1810 der Sitz des amtierenden „Städtischen Bauwarts“ war. Einem der Bauwarte ist die wohl zwischen Anfang und Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte Aufstellung der Figur zu verdanken. Dass sie den historisch nicht belegbaren Bäcker-Helden Hacker darstellt, wurde ihr erst später angedichtet.

Die Statue wird gerne von Spaziergängern angesteuert, die an der Stadtmauer entlang flanieren. Da es Glück bringen soll, die Nase der Steinfigur zu berühren, ist dieser Brauch vor allem bei Liebespaaren beliebt.

Die sieben Kindeln

In der Hauswand des Anwesens Bei den Sieben Kindeln 3 befindet sich ein eingelassenes Steinrelief aus der Römerzeit, das sechs spielende, nackte Kinder darstellt, die um einen Sarg versammelt stehen. Der Legende nach soll die Gedenkplatte von einem römischen Offizier zur Erinnerung an das Ertrinken eines seiner Kinder in Auftrag gegeben worden sein (deshalb heißt es "sieben" Kinder, obwohl die Platte nur sechs darstellt: Das siebte Kind sei ertrunken und liegt in dem Sarg). Nach heutigem Wissensstand stellt die Platte Eroten dar und bildete einmal die Längsseite eines so genannten Erotensarkophags.

Eingemeindungen
Das Stadtgebiet war schon vorher immer wieder durch Eingliederungen umliegender Gemeinden erweitert worden, größere Ausmaße nahm es jedoch erst im 20. Jahrhundert an. Die Eingemeindungen sind zwei Wellen zuzuordnen: Einer ersten vor und während des Ersten Weltkrieges, einer zweiten 1972 im Zuge der Bayerischen Gemeindereform. Augsburgs damaliger Oberbürgermeister Hans Breuer hätte gerne noch mehr umliegende Städte eingegliedert, scheiterte aber am Widerstand der dortigen Bevölkerung. Zur Ansiedlung eines Postlogistikzentrums wurde am 1. Juli 1999 Flur mit der benachbarten Stadt Gersthofen getauscht.
Stadtplan von Augsburg (1905)
Datum Eingemeindete Orte Zuwachs
1. Juli 1910 Gemeinde Meringerau 953,7 ha
1. Januar 1911 Gemeinde Pfersee 345,8 ha
1. Januar 1911 Gemeinde Oberhausen 862,2 ha
1. Januar 1913 Stadt Lechhausen 2.794,4 ha
1. Januar 1913 Gemeinde Hochzoll (bis 1905: Friedbergerau) 435,0 ha
1. April 1916 Gemeinde Kriegshaber 5,9 ha
1. Juli 1972 Stadt Göggingen 1.079,2 ha
1. Juli 1972 Stadt Haunstetten 1.393,2 ha
1. Juli 1972 Gemeinde Inningen (mit der Gemeinde Bergheim) 3.383,9 ha
1. Mai 1978 St. Anton-Siedlung 32,0 ha
1. Juli 1979 Gebietsteil der Stadt Gersthofen 38,1 ha
1. Juli 1999 Gebietsteil der Stadt Gersthofen (Gebietstausch) 1,6 ha

Namensherkunft
Der Name Augsburgs leitet sich vom römischen Namen der Stadt, Augusta Vindelicorum, ab. Den ersten Teil des Namens, Augusta, trug die Stadt, weil sie auf Befehl von Kaiser Augustus von dessen beiden Stiefsöhnen Drusus und Tiberius 15 v. Chr. (zunächst als Militärlager) gegründet wurde. Der zweite Teil, Vindelicorum, ist der Genitiv Plural der lateinischen Bezeichnung für den Volksstamm der Vindeliker, die damals in diesem Gebiet zwischen Wertach (lateinisch Vinda) und Lech (lateinisch Licus) siedelten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Infrastruktur

Straßenverkehr
Die wichtigste Fernverkehrsstraße im Stadtgebiet stellt die Bundesautobahn A 8 in Richtung München und Stuttgart dar, an die Augsburg in Form zweier direkter Anschlussstellen in Kleeblattform angebunden ist (Augsburg-Ost und Augsburg-West). Zwei weitere Anschlussstellen befinden sich in den Vorstädten (Dasing und Neusäß), eine befindet sich in der Planung (Augsburg/Derching).
Die B 300 im Stadtgebiet (Schleifenstraße)

Daneben ist Augsburg Knotenpunkt von vier Bundesstraßen: Die B 2, B 10, B 17 und B 300 führen in Nord-Süd- beziehungsweise Ost-West-Richtung durch die Stadt.

Die Gelbe Autobahn B 2 erreicht Augsburg vom Norden und geht im Bereich der nördlichen Stadtgrenze in die ebenfalls autobahnähnliche B 17 (Westtangente) über, die im Stadtgebiet mehrspurig ausgebaut, teilweise tiefergelegt und bis auf zwei Kreuzungen im Bereich Göggingen und Stadtbergen/Pfersee ausschließlich mit Ausfahrten versehen ist. Diese zwei Engstellen werden bis 2009 beseitigt sein. Die B 17 verlässt Augsburg dann in Richtung Süden und ist bis auf wenige Kilometer an die A 96 autobahnähnlich angebunden. Der Ausbau des Teilstückes zwischen Klosterlechfeld und der A 96 soll ebenfalls im Jahre 2009 fertiggestellt werden. Die B 17 bekam im Abschnitt von Stadtbergen bis Oberhausen den Namen der Augsburger Partnerstadt Dayton zugeteilt und heißt dementsprechend Dayton-Ring. Die Bundesstraßen 10 und 300 sind nur im direkten Stadtgebiet und den Vororten mehrspurig ausgebaut, anschließend verengen sie sich auf eine Spur pro Fahrtrichtung.

Mit der Schleifenstraße wurde in über zehn Jahren Bauzeit von 1993 bis 2004 (Planungen gehen bis in die 1930er Jahre zurück) eine Süd-Ost-Verbindung von der Blücherstraße in Lechhausen bis zur B 300 (Haunstetter Straße im Hochfeld) geschaffen. Die Trasse ist durchgehend vierspurig ausgebaut und führt von Lechhausen über eine vierte, neu gebaute Lechbrücke weiter durch das Textilviertel, taucht in Höhe der Provinostraße in einem 480 Meter langen Tunnel unter die Erde, erscheint nach Unterfahrung der B 300 (Friedberger Straße) wieder an der Oberfläche, umfährt das Rote Tor weitläufig und mündet im Hochfeld in die B 300. Der Name Schleifenstraße kommt daher, dass durch die Straße eine schleifenförmige Umfahrung der Innenstadt mit ost- und westseitigem Anschluss an die Autobahn entstanden ist, wobei die südöstliche Innenstadt rund um das Rote Tor vom Durchgangsverkehr entlastet wurde. Wie auf der B 17 wurden die einzelnen Straßen nach den Augsburger Partnerstädten benannt und tragen Namen wie Inverness-, Nagahama- oder Amagasaki-Allee.
A 8 Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München – Rosenheim – Salzburg
B 2 Grenze/Polen – Berlin – Leipzig – Nürnberg – Augsburg – München – Garmisch-Partenkirchen – Grenze/Österreich
B 10 Lebach – Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Ulm – Augsburg
B 17 Augsburg – Landsberg am Lech – Schongau – Füssen – Grenze/Österreich
B 300 Geisenfeld – Schrobenhausen – Aichach – Augsburg – Krumbach – Memmingen

Öffentlicher Personennahverkehr
Das gesamte Stadtgebiet ist Teil des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV), der sich über ganz Mittelschwaben erstreckt, und wird von der Augsburger und der Gersthofer Verkehrsgesellschaft durch vier Straßenbahn-, 27 Stadtbus- und sechs Nachtbuslinien sowie verschiedene Taxisammeldienste erschlossen.[19]

In den vergangenen Jahren wurde das mittlerweile 35,5 km lange Straßenbahnnetz durch Neubaustrecken zur Universität (1996), zur nördlichen Stadtgrenze (2001) und zum Klinikum (2002) erweitert. Ferner befinden sich zwei weitere Straßenbahnlinien in Planung, die bis 2011 eingerichtet sein sollen.

Daneben werden alle sieben Bahnhöfe der Stadt von sechs AVV-Regionalbahnen der Deutschen Bahn zu regelmäßigen Taktzeiten bedient, die in Zukunft auf ein S-Bahn-ähnliches System erweitert werden sollen. Dabei sollte mit der Wiederinbetriebnahme des Bahnhofes Hirblinger Straße ein achter Haltepunkt eingerichtet werden, diese Planungen wurden allerdings wieder aufgegeben.

Den Regionalverkehr übernehmen die Regionalbus Augsburg GmbH und eine große Zahl weiterer Omnibusunternehmen, wobei viele Buslinien bis zum Augsburger Hauptbahnhof verkehren und so teilweise für den innerstädtischen Nahverkehr genutzt werden können.

Als Hauptknotenpunkt für die städtischen Straßenbahn- und Buslinien dient der Königsplatz, der von 1933 bis 1945 den Namen Adolf-Hitler-Platz trug. Nachdem ein 1914 östlich der Konrad-Adenauer-Allee errichteter Pavillon, von der Bevölkerung Pilz genannt, seine Kapazitätsgrenzen erreicht hatte, wurde 1977 nach zweijähriger Bauzeit ein größeres Haltestellendreieck auf der anderen Straßenseite eröffnet. Dieses ist inzwischen jedoch ebenfalls überlastet und soll bis 2009 durch zusätzliche Bahnsteige und Straßenbahngleise erweitert werden.

Schienenverkehr
Augsburg besitzt derzeit insgesamt sieben Bahnhöfe, wovon der Hauptbahnhof mit Abstand der bedeutendste ist. Er bildet das eine Ende der Schnellfahrstrecke Augsburg–München, der meistbefahrenen Eisenbahnstrecke Deutschlands, und ist ICE- und IC-Station an den Strecken von München nach Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart. Außerdem sind über die genannten wie auch über EC- und Nachtzüge europäische Metropolen wie Amsterdam, Paris oder Wien umsteigefrei erreichbar, was sich durch die Schaffung der geplanten Magistrale für Europa noch erheblich verbessern und erweitern wird.

Daneben verkehren sternförmig vom Hauptbahnhof aus sechs AVV-Regionalbahnlinien nach Mammendorf/Schmiechen, nach Aichach/Radersdorf, nach Donauwörth, nach Dinkelscherben, nach Schwabmünchen und nach Klosterlechfeld. Der Regionalbahnverkehr soll ab 2008 zu S-Bahn-ähnlichen Taktzeiten betrieben und auf Dauer zur S-Bahn Augsburg ausgebaut werden. Betrieben werden die Regionalzuglinien von der DB Regio AG und ab Ende 2008 auch von der Bayerischen Regiobahn.

Der Hauptbahnhof wurde von 1843 bis 1846 erbaut und ist Deutschlands ältester Bahnhof einer Großstadt, der noch im architektonischen Originalzustand in Betrieb ist. Unter dem Projektnamen „Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof“ wird momentan eine komplette Modernisierung des Gebäudes geplant, die unter anderem die Errichtung einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle beinhaltet.

Weitere wichtige Bahnhöfe der Stadt sind Augsburg-Hochzoll und Augsburg-Oberhausen, die halbstündlichen Anschluss an umsteigefreie Eisenbahnlinien in andere süddeutsche Großstädte wie Nürnberg oder Ulm besitzen. Die anderen Bahnhöfe erfüllen vor allem Funktionen im Nahverkehr und werden nur von Regionalbahnen, selten von Regionalexpressen, bedient.

Im Eisenbahngüterverkehr ist Augsburg seit der Stilllegung des Rangierbahnhofes durch die Deutsche Bahn am 1. April 2005 kein Knotenpunkt mehr. Allerdings entsteht ab 2007 im Städtedreieck Augsburg/Gersthofen/Neusäß ein Güterverkehrszentrum zur Umsetzung des Straßengüterverkehrs auf die Schiene.

Eine Besonderheit der Schwabenmetropole ist die 1898 gegründete Augsburger Localbahn, eine quer durch die Stadt verlaufende Eisenbahn, die den großen Industrieunternehmen einen Anschluss an das Schienennetz verschafft. 2004 hatte sie ein Transportvolumen von 950.000 Tonnen und ist inzwischen auch auf Eisenbahnstrecken außerhalb der Stadt aktiv.[21]
Zeitplan des Projektes „Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“

Das Projekt „Mobilitätsdrehscheibe“
Unter dem Begriff „Mobilitätsdrehscheibe“ versteht man ein Projekt der Stadt Augsburg, durch das der Nahverkehr in der Stadt moderner und attraktiver gestaltet werden soll. Dabei sind die Schaffung neuer Straßenbahnlinien, der Ausbau der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Königsplatz und Hauptbahnhof sowie die Einrichtung einer S-Bahn vorgesehen.

Der Baubeginn für den ersten Teil des Großprojekts erfolgte am 28. Juni 2007 mit dem Spatenstich für die neue Tramlinie 6 zwischen Hauptbahnhof und Friedberg-West.

Luftverkehr
Im Nordosten der Stadt befindet sich der Flughafen Augsburg, der nach dem Zweiten Weltkrieg neu errichtet wurde, da die anderen Flugplätze der Stadt anderweitig genutzt wurden. Von 1980 an diente er als Regionalflughafen mit etlichen innerdeutschen Zielen, bis 2005 der Linienverkehr eingestellt und der Flughafen zu einem Verkehrslandeplatz herabgestuft wurde.

Aufgrund der über die Jahre sehr stark gestiegenen Passagierzahlen war geplant, den Flughafen auszubauen, was jedoch am Protest der Bewohner in den umliegenden Orten scheiterte. Da somit nur Passagiermaschinen mit bis zu 100 Personen landen können, stand die zivile Mitbenutzung des NATO-Fliegerhorstes Lagerlechfeld in der Diskussion. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an den hohen zusätzlichen Kosten, welche die Bundeswehr für die Verlagerung der Munitionsdepots in Rechnung stellen wollte.

Durch die Einstellung des Linienflugverkehrs im Jahre 2005 war die Zukunft des defizitären Flughafens lange Zeit ungewiss, da die Stadt Augsburg als Mitgesellschafter die Flughafen Augsburg GmbH jährlich mit 1 Mio. Euro bezuschussen musste, was in keiner Relation zum nunmehr erbrachten Nutzen stand.

Im April 2006 entschied man sich, den Verkehrslandeplatz in einen modernen City-Airport umzubauen, der hauptsächlich durch Geschäftsflieger angeflogen werden soll. Daneben entsteht ein 80.000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet, das hauptsächlich für Betriebe, die Bezug zur Luftfahrt haben, erschlossen wird.

Wirtschaft
Augsburg ist durch seine gute Lage historisch bedingt ein bedeutender Industriestandort und war früher außerdem die Welthauptstadt der Textilindustrie, wobei die Unternehmen dieser Sparte inzwischen fast vollständig aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Geprägt wird die Stadt vor allem durch die großen Werke der Industrieunternehmen. So befinden sich am Rande der Altstadt die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN), der Leuchtmittelhersteller Osram und die Papierfabrik UPM-Kymmene (ehemals Haindl). Die Walter Bau AG, einst Deutschlands drittgrößter Baumanagement- und Bautechnologiekonzern, hatte im Textilviertel ihren Hauptsitz, ehe sie 2005 Insolvenz anmelden musste.
Den zweiten großen Standort von Industriebetrieben bildet Haunstetten, wo sich EADS und die MT Aerospace AG als Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, Fujitsu Siemens Computers im Bereich Computerentwicklung und -fertigung und Siemens mit einem eigenen Technopark niedergelassen haben.

In Lechhausen sind der Industrieroboter- und Schweißanlagen-Hersteller KUKA und die Verlagsgruppe Weltbild, der größte katholische Verlag und Versandhandel der Welt, zu finden. NCR, das SB-Geräte für den Finanzbereich, Kassen- und Datenbanksysteme herstellt, hat in Kriegshaber im Augsburger Westen seinen deutschlandweiten Hauptsitz eingerichtet.

Daneben bestehen als weitere Großunternehmen Böwe Systec, das Kuvertiersysteme und Komplettlösungen für Mailrooms entwickelt, Kleindienst Solutions (heute Beta Systems Software AG), das im Bereich Software- und Hardwareentwicklung tätig ist, EMCON Technologies (nach Übernahme des Abgasanlagengeschäfts von ArvinMeritor, welches zuvor von Zeuna-Stärker übernommen wurde), das als Kfz-Zulieferer Abgassysteme für PKW, Motorräder und Nutzfahrzeuge herstellt, und WashTec (ehemalig Kleindienst), das Autowaschanlagen produziert.

Entsprechend dem hohen Alter und der einstmals enormen Bedeutung der Stadt finden sich in Augsburg unzählige Betriebe mit teilweise jahrhundertlanger Tradition.

So gibt es mit der Augusta Brauerei (seit 1488), der Brauerei zur Goldenen Gans (seit 1397), Hasenbräu (seit 1464), Thorbräu (seit 1582) und dem Brauhaus Riegele (seit 1884) allein fünf alteingesessene Brauereien, die allesamt noch heute für den lokalen Markt produzieren. Aus dem Hause Riegele stammt außerdem das bekannte Cola-Mischgetränk Spezi.

Die vor allem durch die Fugger und Welser entstandene Bedeutung im Finanzwesen spiegelt sich auch in den heute noch tätigen Banken der Stadt wider: Die Fürst Fugger Privatbank entstand aus dem Handelshaus Fugger, das 1468 erstmals als „Bank“ bezeichnet wurde. Die Stadtsparkasse wurde 1822, die Kreissparkasse 1855 gegründet. 1914 gründete Anton Hafner das Bankhaus Hafner in der Maximilianstraße und mit der Augsburger Aktienbank entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine weitere bedeutende Bank.

Im Buch- und Verlagswesen bestehen mit der Schlosser’schen J. A. Buch- und Kunsthandlung (seit 1719), Rieger & Kranzfelder (seit 1731) und Anton Böhm & Sohn (seit 1803) ebenfalls traditionsreiche Unternehmen.

Weitere Traditionsfirmen sind unter anderem der Stadtfischer Schöppler (seit 1650), Dierig (seit 1805), die Parfümerie Naegele (seit 1835), J. N. Eberle & Cie. GmbH (seit 1836), die Eisenhandlung Siller und Laar (seit 1836), das Möbeltransportunternehmen H. Weissenhorn & Cie. (seit 1839), die Hutfabrik Lembert (seit 1861), Pfister Waagen (seit 1894), das Möbelspeditions- und Reiseunternehmen Domberger (seit 1897) und die HOSOKAWA ALPINE Aktiengesellschaft (seit 1898).

Messen und Kongresse

Obwohl Augsburg eine lange Tradition als Messestadt besitzt, wurde das heutige Gelände der Messe Augsburg erst 1988 eröffnet. Bis dahin fanden derartige Veranstaltungen in Zelthallen auf Flächen des Wittelsbacher Parks statt.
Der 158 m hohe Hotelturm (im Volksmund auch Maiskolben genannt) prägt seit 1972 das Stadtbild

Die Messe ist heute die drittgrößte in Bayern und besitzt zwölf Hallen mit insgesamt 57.000 m⊃2; Ausstellungsfläche, 18.000 m⊃2; Freifläche und ein Kongress- und Tagungszentrum mit 3.500 m⊃2;. Die Schwabenhalle als größtes Gebäude des Geländes bietet bis zu 10.000 Besuchern Platz und dient deshalb regelmäßig für große Konzerte und Auftritte.[22]

Die wichtigsten Augsburger Messen sind die Augsburger Frühjahrsausstellung, die Americana (Internationale Ausstellung für Reitsport und Westernkultur), die GrindTec (Internationale Fachmesse für Schleiftechnik), die Interlift (Internationale Fachmesse für Aufzugtechnik) und die Intersana (Internationale Gesundheitsmesse).

Weil das Gelände seit der Brandschutz- und Rettungsdienstfachmesse Interschutz im Jahr 2000 überdimensioniert ist und wichtige Infrastruktur fehlt, soll es mit Unterstützung von privaten Investoren ab 2007 umgebaut werden. Geplant ist unter anderem der Bau eines Vier-Sterne-Hotels.

Die Augsburger Kongresshalle befindet sich im Stadtteil Antonsviertel unterhalb des Hotelturms und dient für Konzerte, Kultur- und Kongressveranstaltungen sowie für Verkaufsausstellungen jeglicher Art. Das 1972 eröffnete Gebäude in Sichtbeton-Bauweise bildet zusammen mit dem Hotelturm das Kongresszentrum Augsburg und bietet vier Säle und drei Foyers. Der Kongresssaal als größter Raum kann bis zu 1.400 Besucher aufnehmen.

Bei Veranstaltungen mit etwas größeren Besucherzahlen wird die Sporthalle Augsburg, unweit des Kongresszentrums am Rand des Wittelsbacher Parks gelegen, genutzt. Sie kann bei vollständiger Bestuhlung bis zu 4.000 Gäste aufnehmen, weshalb hier vor allem Konzerte und Auftritte von bekannten Künstlern stattfinden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Glaspalast Augsburg (beherbergt mehrere Kunstmuseen)

Sehenswürdigkeiten
Augsburg war in seiner Geschichte immer wieder ein kulturelles Zentrum und besitzt noch heute in verschiedenen Bereichen eine überregionale Bedeutung für Kunst und Kultur.

Aus der Zeit der römischen Besiedlung als Augusta Vindelicorum sind heute nur noch wenige Fundstücke erhalten, die größtenteils in Museen ausgestellt werden. Am besten lässt sich das einstmalige Leben noch am Straßenverlauf der Via Claudia Augusta erahnen, der noch heute größtenteils vorhanden ist.

Im Mittelalter entstanden vor allem Sakralbauten, deren bedeutendste der Dom Unsere Liebe Frau und die Basilika St. Ulrich und Afra sind, die das Stadtbild auch heute noch entscheidend prägen. Die um 1140 entstandenen Prophetenfenster im südlichen Obergaden des Doms sind die weltweit einzigen erhaltenen Beispiele romanischer Glasmalerei. Weitere bedeutende kirchliche Kunstwerke aus dieser Zeit sind die Bronzetüren des Augsburger Domes aus den Jahren 1065, die im Jahr 2000 renoviert wurden.

Daneben umgab sich das mittelalterliche Augsburg mit großen Wehranlagen und einer durchgehenden Stadtmauer, von der noch heute viele Teile erhalten sind, unter anderem der Fünfgratturm oder das Wertachbrucker Tor. Innerhalb dieser Mauern siedelten sich zur selben Zeit Gold- und Silberschmiede an, die sich über die Jahrhunderte einen hervorragenden Ruf erarbeiteten. Ihre Werke können heute in verschiedenen Museen und Ausstellungen betrachtet werden. Die Stadt selbst ist noch heute von einer auffällig hohen Zahl von Handwerkern dieser Richtung geprägt.

Ihren absoluten Höhepunkt erlebte Augsburg zur Zeit der Renaissance, als hier Künstler wie Hans Holbein der Ältere oder Hans Burgkmair der Ältere wirkten und die Stadt zu einem der bedeutendsten kulturellen Zentren in Mitteleuropa werden ließen. In dieser Zeit entstanden einige der wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die nicht zuletzt durch die reichen Kaufmannsfamilien der Fugger und Welser finanziert wurden: Elias Holl erbaute das Rathaus, das als bedeutendster profaner Renaissancebau nördlich der Alpen gilt und über den Prachtbrunnen (Augustusbrunnen, Herkulesbrunnen und Merkurbrunnen) thront. Mit der Fuggerei entstand außerdem die älteste noch heute genutzte Sozialsiedlung der Welt.

Doch auch spätere Epochen haben in Augsburg ihre Spuren hinterlassen. Vor allem der Rokokostil, der auch Augsburger Geschmack genannt wurde, hat der Stadt seinen Stempel aufgedrückt: Aus dieser Zeit stammen unter anderem die Bischöfliche Residenz und das Schaezlerpalais.

Während der Industriellen Revolution entstanden Fabrikanlagen wie zum Beispiel die Schülesche Kattunfabrik, der Glaspalast oder das Fabrikschloss, die heute größtenteils anderen Zwecken (zumeist als Museen oder Kunstgalerien) dienen, und Industriellenvillen wie das Gignoux-Haus, die Villa Haag oder die Villa Silbermann. Der Jugendstil hinterließ in Augsburg mit der Synagoge und der Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Pfersee ebenfalls außerordentliche Bauwerke.

Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde 1937 der Augsburger Zoo eröffnet, der nach Kriegsende mit exotischen Tieren bestückt wurde und mit jährlich mehr als 500.000 Besuchern heutzutage die meistbesuchte kulturelle Einrichtung Bayerisch-Schwabens darstellt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten zunächst vor allem Bauten für Großveranstaltungen das Stadtbild, zu erwähnen ist vor allem das Rosenaustadion als modernstes Stadion seiner Zeit und viele in Sichtbeton-Bauweise errichtete Gebäude, so unter anderem die Sporthalle, das Kongresszentrum mit dem Hotelturm oder das Curt-Frenzel-Stadion.

Museen und Galerien
Die Stadt verfügt über eine Vielzahl von Museen, deren Gesamtheit in der Liste der Museen in Augsburg zu finden ist. Hier soll nur auf die bedeutendsten eingegangen werden.

Das Maximilianmuseum wurde 1855 errichtet und zum Jahrtausendwechsel erstmals von Grund auf renoviert, wodurch es ein historisch-modernes Flair erhalten hat. Der Ausstellungsbereich erstreckt sich über mehrere Etagen und teilt sich auf in Dauerausstellungen, die unter anderem Skulpturen, Goldschmiedekunst, Bauentwürfe und stadtgeschichtliche Sammlungen darstellen, sowie in einen Teil für Wechselausstellungen.

Das Schwäbische Handwerkermuseum wird von der Schwäbischen Handwerkskammer betrieben und zeigt historische Werkstätten alter und zumeist ausgestorbener Handwerke wie zum Beispiel Bader, Sattler, Schuhmacher, Uhrmacher, Bäcker, Buchbinder oder Posamentierer. Zu sehen sind originale Einrichtungen, Werkzeuge und Arbeitsmaterialien. Daneben widmet sich eine eigene Ausstellung den Zünften.

Im Römischen Museum, das sich in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters St. Magdalena befindet, sind archäologische Funde aus Augsburg und Umgebung von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Spätantike und dem frühen Mittelalter zu betrachten. Das Schwergewicht liegt jedoch auf Objekten aus der Zeit als römische Provinzhauptstadt.

Das nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen 2006 wiedereröffnete Schaezlerpalais ist einerseits als ein Glanzpunkt des Rokokobaustils sehenswert, beherbergt andererseits aber auch vier bedeutende Kunstsammlungen: Die Deutsche Barockgalerie, die Graphische Sammlung, die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung und die Staatsgalerie in der Katharinenkirche – Altdeutsche Meister. Hier sind unter anderem Werke von Albrecht Dürer zu betrachten.

Für Anhänger der modernen Kunst ist der Glaspalast mit dem Kunstmuseum Walter und der benachbarten Galerie Noah der richtige Ort, denn hier wird auf 5.500 m² Ausstellungsfläche die Privatsammlung des Unternehmers Prof. Ignatz Walter gezeigt. Schwerpunkt der Sammlung ist die zeitgenössische Kunst. Als Höhepunkt gilt die Glaskunst von Egidio Costantini, dessen zahlreiche Werke in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Picasso, Miró und Braque entstanden. Außerdem sind hier auch die Staatsgalerie Moderne Kunst, eine Zweigstelle der Pinakothek der Moderne in München, und das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst untergebracht.

Das Eishockeymuseum befindet sich neben dem Plärrer und stellt verschiedene Exponate berühmter Eishockeyspieler im In- und Ausland aus, so zum Beispiel den Nachlass von Gustav Jaenecke. Daneben führt es die Hall of Fame Deutschland, in die Spieler, Schiedsrichter, Trainer, Offizielle und Journalisten aufgenommen werden.

Die Geburtshäuser von Bertolt Brecht und Leopold Mozart wurden nach selbigen benannt und beherbergen heute als Brecht- beziehungsweise Mozarthaus Ausstellungen über Leben und Wirken der beiden berühmtesten Söhne der Stadt.

Das Puppentheatermuseum Die Kiste der Augsburger Puppenkiste befindet sich im ehemaligen Heilig-Geist-Spital und zeigt die bekannten „Stars an Fäden“ wie das Urmel, Jim Knopf oder Kalle Wirsch.

Daneben bietet die Fuggerstadt eine große Zahl weiterer Museen und Galerien mit verschiedenen Themen und erwartet mit dem Bahnpark Augsburg, dem Bayerischen Textil- und Industriemuseum und dem Gaswerk-Museum, die derzeit eingerichtet werden, in naher Zukunft drei weitere bedeutende Museen.

Theater und Bühnen
Entsprechend der generellen kulturellen Bedeutung befindet sich in Augsburg auch eine Vielzahl von Theatern, die in ihrer Gesamtheit in der Liste der Theater in Augsburg zu finden sind.

Das Theater Augsburg ist das bedeutendste Theater der Stadt und besitzt ein Musiktheater-, Schauspiel- und Ballettensemble, das an mehreren Spielorten (im Großen Haus, in der Komödie, im Hoffmann-Keller, auf der Freilichtbühne am Roten Tor und in der Kongresshalle) auftritt.

Deutschlandweit bekannt ist die Augsburger Puppenkiste, ein Marionettentheater sowohl für Erwachsene als auch Kinder. Die Puppenkiste hat legendäre Produktionen wie Urmel aus dem Eis oder Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer hervorgebracht und produziert ungeachtet moderner Trends erfolgreich neue Theaterstücke.

Mit dem S'ensemble Theater besitzt Augsburg auch ein überregional beachtetes experimentelles Theater, das zunächst auf einer Freilichtbühne spielte und inzwischen eine eigene Spielstätte in der Kulturfabrik Augsburg unterhält. Die Stücke des S'ensemble Theaters reichen von Sprech-, Musik-, Improvisations- und Ausdruckstheater bis hin zu Performance und Installation.

In der Stadt sind eine große Zahl weiterer Bühnen oder Kulturhäuser zu finden, die sich den verschiedensten Sparten des Theaters gewidmet haben. Außerdem betreiben viele Schulen eigene Theatergruppen, so auch die Universität mit ihrem Romanistentheater.

Kinos
Augsburg verfügt über eine lange Tradition im Bereich der Filmtheater. Die erste belegte Filmvorführung fand am 19. Oktober 1896 im Kaffeehaus Mercur am Judenberg statt, wo verschiedene Kurzfilme – zum Beispiel die Ankunft eines Zuges an einem Bahnhof – von einem Kinematographen vorgeführt wurden. In den Jahren danach kamen regelmäßig Schausteller mit ihren Wanderkinematographen auf verschiedene Volksfeste.

Das erste Kinogebäude zur Veranstaltung von Varieté meldete der Augsburger Lebensmittelhändler Fridolin Widmann im November 1906 behördlich an: Das Thalia-Theater darf sich damit als das älteste Kino der Stadt bezeichnen, auch wenn dieser Name erst 1909 sicher nachgewiesen ist.

Viele der damals entstandenen Kinos existieren heute nicht mehr oder unter anderem Namen. Einen entscheidenden Einschnitt markierte um die Jahrtausendwende der Bau von zwei Multiplexkinos, einem Abzweiger der Cinestar- und einem der CinemaxX-Kette, die das Ende von traditionellen Filmtheatern wie dem Capitol oder dem Filmpalast bedeuteten. So konzentrieren sich heute diese beiden Kinokomplexe auf die aktuellen Hollywood-Blockbuster.

Daneben haben sich einige kleinere Kinos gehalten, die größtenteils in die Sparte des Programmkinos fallen und neben den eigentlichen Filmen auch andere kulturelle Veranstaltungen anbieten: Das Liliom, das Mephisto, das Savoy, die Schauburg und das Thalia.

Jedes Jahr im Sommer findet das Augsburger Lechflimmern statt. Dabei werden an verschiedenen Örtlichkeiten – unter anderem in Freibädern und auf einer Seebühne – täglich Filme jeglichen Genres auf eine große Leinwand projiziert. Die Besucher können sich auf bereitgestellte Plastikstühle setzen oder sich mit Decken auf das Gras legen. Filmbeginn ist immer mit Untergang der Sonne.

Der im Sommer 2006 erschienene bayerische Film Wer früher stirbt ist länger tot, der deutschlandweit Beachtung fand und den Förderpreis Deutscher Film erhielt, feierte seine Premiere im Mephisto-Kino.

Musik
Bands und Interpreten
Augsburg ist der Heimatort einiger deutschlandweit bekannter Musikinterpreten und -bands. Die bekannteste dürfte The Seer sein, die 1990 gegründet wurde und eine Mischung aus hymnenhaftem Rock und Folk-Elementen spielt.

Schon zehn Jahre früher erblickte die Band Impotenz das Licht der Welt, die anfangs vor allem durch provokative Liedtexte auffiel. So wurde das Lied Nutten an die Macht vom Bayerischen Rundfunk sogar auf die Verbotsliste gesetzt. 1984 hätten sie eigentlich eine Single mit Roy Black aufnehmen wollen, was dieser aber gesundheitsbedingt absagen musste.

Augsburg bot schon in den 1960er-Jahren ein gutes Pflaster für Bands, die sich vor allem auf lokaler Ebene einen Namen gemacht haben - so zum Beispiel „The Roughroads“ oder „The Shotguns“. Dagegen sind vor allem in jüngerer Zeit die Popbands Nova International und Anajo bekannt geworden. Letztere vertrat das Bundesland Bayern 2007 beim Bundesvision Song Contest und erreichte den neunten Platz.

Roy Black, der als Beatsänger mit „The Cannons“ begann, dann aber durch seine Schlager (zum Beispiel „Du bist nicht allein“) berühmt wurde, ist kein gebürtiger Augsburger, sondern stammt aus dem Dorf Straßberg wenige Kilometer südlich. Seine gesamte Jugend verbrachte er dennoch in der Fuggerstadt, da er am dortigen Holbein-Gymnasium das Abitur absolvierte.

Viele bekannte Augsburger Bands sind auf dem Album „2000 Töne“ zu hören, das anlässlich des 2000. Geburtstages der Stadt aufgenommen wurde.

Chöre
Als bedeutendster Chor Augsburgs gelten die Domsingknaben, ein reines Jungenensemble, das unter dem Patrozinium des Doms St. Marien steht, weswegen die Sänger früher auch „Marianer“ genannt wurden. Der Chor besitzt eine lange Tradition: Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich 1439. Neben der regelmäßigen Gestaltung der gottesdienstlichen Liturgie im Dom bestreiten seine Mitglieder ständig Konzerte und Auslandsreisen und wurden auch durch etliche Platten- beziehungsweise CD-Aufnahmen bekannt.

Das Theater Augsburg besitzt in seinem Ensemble einen hauseigenen gemischten Chor, der in der Regel vor allem bei großen Opern- oder Musical-Produktionen eingesetzt wird, daneben aber auch eigene Konzerte und Auftritte gibt.

Vor allem im Rahmen des „Mozartjahres“ 2006 fand der Mozartchor Augsburg deutschlandweite Beachtung. Er wurde 1976 gegründet und besteht aus erfahrenen Laiensängern und -sängerinnen. Sein Repertoire umfasst dabei hauptsächlich Oratorien, die zusammen mit namhaften Solisten oder Orchestern aufgeführt werden.

Daneben besteht eine Vielzahl weiterer Chöre, die größtenteils zu christlichen Gemeinden oder Organisationen, Musik- und allgemeinbildenden Schulen gehören. Hierbei zeichnen sich vor allem die gemischten Chöre der Albert Greiner Sing- und Musikschule und des Gymnasiums bei St. Stephan aus, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind.

Orchester
Die Bayerische Kammerphilharmonie stellt das bekannteste Orchester Augsburgs, obwohl sie erst 1990 gegründet wurde. Das Kammerorchester widmet sich vor allem der Interpretation klassischer und zeitgenössischer Musik und hat sich mittlerweile in der Musikwelt etabliert, was nicht zuletzt an zwei bedeutenden Auszeichnungen liegt, die ihm 1996 verliehen wurden: Der Förderpreis der europäischen Wirtschaft und der Kulturpreis der europäischen Regionen.

Das Philharmonische Orchester der Stadt Augsburg gehört zum Ensemble des städtischen Theaters und untermalt hauptsächlich dessen Produktionen. Die insgesamt 70 engagierten Konzertmeister und Musiker treten daneben aber auch eigenständig oder in Zusammenarbeit mit anderen Chören auf.[12]

Das Bukowina-Institut für Osteuropa-Studien, im Augsburger Süden gelegen, besitzt seit 1991 ein eigenes Salon- und Liebhaberorchester, das aus etwa 30 Hobbymusikern und Studenten der Hochschule für Musik besteht. Mittlerweile hat das junge Orchester bereits einige Auslandsreisen – vornehmlich nach Osteuropa – mit großem Erfolg absolviert.[13]

Weitere Orchester werden von vielen Schulen, Organisationen und Musikliebhabern gestellt, die in der Stadt für einen großen musikalischen Veranstaltungskalender sorgen.

Kulturelle Veranstaltungen
Augsburg kann über die Jahrhunderte auf etliche bedeutende Bürger zurückblicken, deren Jubiläen der Stadt Anlass zu großen Veranstaltungen gaben. So finden in regelmäßigen Abständen große Ereignisse mit der Thematik Bertolt Brecht statt, unter anderem Literaturprojekte oder Theateraufführungen.

Mit Beginn des Jahres 2006, dem sogenannten Mozart-Jahr, präsentierte sich Augsburg als deutsche Mozartstadt, da Mozarts Vater und Familie aus der Region stammten und selbst seine Jugendliebe eine Bürgerin der Stadt war. In diesem Rahmen fanden unzählige Konzerte und Vorträge statt.

Seit 1985 finden jedes Jahr im März die Internationalen Filmtage Augsburg statt, die sich in vier Unterveranstaltungen aufgliedern lassen: Das Augsburger Kinderfilmfest, die Tage des unabhängigen Films, das Augsburger Kurzfilmwochenende und das internationale Symposium Cinema of Tomorrow für junge Filmemacher und -studenten. 2006 fiel das Festival wegen Finanzierungsproblemen aus, die jedoch im Herbst des selben Jahres beseitigt werden konnten, so dass die Filmtage auch in Zukunft stattfinden werden.[14]

Daneben finden etliche weitere Veranstaltungen jeder Art und Kunstrichtung statt, angefangen von Konzerten über Kunst- und Kabaretttage. So ist die Stadt unter anderem auch Schauplatz des Honky Tonk-Festivals.

Sonstige Veranstaltungen
Der Augsburger Plärrer ist das größte Volksfest in Bayerisch-Schwaben und das drittgrößte in Bayern und findet zweimal im Jahr statt: Im Frühjahr (beginnend am Ostersonntag) und im Spätsommer (Ende August/Anfang September). Der Plärrer wird auf dem sogenannten Kleinen Exerzierplatz bei den städtischen Freibädern aufgebaut und dauert etwa zwei Wochen. Die Schausteller kommen dazu hauptsächlich aus Süddeutschland. Dieses Volksfest kann auf eine mehr als tausendjährige Tradition zurückblicken und lockt jedes Mal Tausende Besucher pro Tag an.[15] Bertolt Brecht hat es im Jahr 1917 in seinem Gedicht Das Plärrerlied gewürdigt.

Ein zweites großes Volksfest bildet die Augsburger Dult, ein ehemaliges Kirchenfest. Hierbei entsteht eine fast einen Kilometer lange Budenstraße zwischen Jakobertor und Vogeltor (entlang der alten Stadtmauer), welche die typischen Waren eines Jahrmarktes anbietet. Die Dulten werden zweimal pro Jahr von Tausenden besucht: Einmal um Ostern (die sogenannte Frühjahrs- oder Osterdult) und um den 29. September, den St. Michaels-Tag (die sogenannte Herbst- oder Michaelidult).

An diesem Tag besteht auch die einzige Möglichkeit im Jahr, das Turamichele, eine mechanisch bewegte Figur des Erzengels Michael, zu betrachten: Sie erscheint zu jeder vollen Stunde im untersten Westfenster des Perlachturms und verpasst dem Teufel jeweils so viele Stiche wie Glockenschläge. Auf dem Rathausplatz findet an diesem Tag zusätzlich ein großes Kinderfest statt.

Jährlich zur Adventszeit wird auf dem Rathausplatz der Augsburger Christkindlesmarkt aufgebaut, der schon 1498 in einem Protokoll erwähnt wird und somit zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands gehört. Seit 1977 findet an den Adventswochenenden sowie zur Eröffnung und zum Abschluss des Marktes das „Engelesspiel“ statt, bei dem 24 Personen in Engelskostümen auf dem Balkon des Rathauses erscheinen.

Als Schauplatz des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens von 1555, des ersten Vertrages für ein friedliches Zusammenleben von Katholiken und Protestanten, präsentiert sich Augsburg außerdem als „Friedensstadt“ und vergibt alle drei Jahre den Augsburger Friedenspreis, den unter anderem schon Michail Gorbatschow und Richard von Weizsäcker erhielten.

Kulinarische Spezialitäten
Die bekannteste Augsburger Spezialität verleiht den Einwohnern gleichzeitig einen Spitznamen: Der als Zwetschgendatschi bekannte Blechkuchen, aus Hefe- oder Mürbteig gebacken und mit halbierten Zwetschgen belegt, wurde in der Stadt erfunden, weshalb deren Bürger auch „Datschiburger“ genannt werden.

Eine weitere verbreitete Speise ist die Weißwurst, die hier nach München eine zweite Heimat besitzt, was der Bayerische Fleischerverband sogar zu würdigen weiß: Er hat beim Marken- und Patentamt einen Antrag gestellt, wonach auch Augsburger Metzger das Recht bekommen sollen, ihren Würsten den Titel „Original Münchner Weißwurst“ zu geben.

Die typische Beilage zu Augsburger Gerichten bilden Spätzle, aus Mehl, Eiern und Salz zubereitete Teigwaren. Diese werden in abgewandelter Form auch als eigenes Gericht serviert: Hierbei nehmen die Kässpatzen die Spitzenposition ein, die ihren Weg in die Fuggerstadt wohl ursprünglich aus dem Allgäu gefunden haben, hier aber heutzutage mindestens genauso gerne und oft verzehrt werden. Sie werden zumeist mit Röstzwiebeln und Salat gereicht.

Weitere beliebte Kulinaritäten sind Schupfnudeln und der Schweinebraten, der allerdings nahezu überall in Bayern geschätzt wird.

Der Augsburger Dialekt
Ein Besucher wird nahezu keinen gebürtigen Augsburger den Namen seiner Stadt so sprechen hören, wie er eigentlich geschrieben wird. Vielmehr wird „Augsburg“ im fast schon eigenen städtischen Dialekt Augschburg ausgesprochen.

Eine genaue Zuordnung des Augsburgerischen zu einer Sprachgruppe gestaltet sich schwierig, da die Stadt die Grenze verschiedener Verbreitungsgebiete von Mundarten bildet und somit die dortige Sprache von vielfältigen Einflüssen geprägt ist. Prinzipiell ist der Dialekt den ostschwäbisch-alemannischen Mundarten zuzuordnen, ist aber auch durch mittel- beziehungsweise südbairische Dialektformen mit mittelhochdeutschen Relikten durchsetzt. Vor allem die jüngeren Generationen sprechen heutzutage einen stärker vom Hochdeutschen und Bairischen geprägten schwäbischen Dialekt.

Deutlich ausgeprägt sind im Augsburgerischen das sch (Beispiele: ist → isch; weißt → woisch; könntest du mir nicht einmal zeigen, wie ich das am besten zu tun habe → kénndsch mr ned amol zoigar, wiar i dés âm beschdar zom dua hâb/hâo) und das gerollte r (Beispiele: sprechen → schprechr; oder → odr). „Der steinerne Mann“ wird dr schtoinarne Mâ (oder dr schtoinerne Mo) ausgesprochen, während die Straßenbahn als Schtrossabô bekannt ist.

Quellen : www.wikipedia.de